Deutscher Arbeitskreis für Familienhilfe e.V. feiert runden Geburtstag
Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Günther Oettinger und in Anwesenheit der Sozialministerin Monika Stolz feierten zahlreiche Vertreter aus Politik und Verbänden gemeinsam mit den Mitarbeitern des Deutschen Arbeitskreises für Familienhilfe e.V. den 50. Geburtstag seit Gründung des Vereins im Jahre 1958.
Die Feierlichkeiten begannen mit einem Wortgottesdienst in der Kirche Sankt-Wendel in Altglashütten. So wurden anschließend insbesondere, neben dem Gründer und langjährigem Vorsitzenden Gerhard Wehr, dessen engste Mitstreiter und Mitbegründer Maria Kogge und Friedrich Bühler durch die Überreichung einer eigens hierfür kreierten Ehrennadel gewürdigt. Klemens Wehr, der jetzige Vorsitzende und Geschäftsführer, würdigte die Aufbauleistung seines Vaters und dessen Mitstreiter aus den schweren Anfangsjahren als eine idealistische, von einer Vision getragene Arbeit. Aus mühsamen Anfängen konnte sich so der Verein mit heutigem Hauptsitz in Kirchzarten zum Träger von sechs Eltern-Kind-Fachkliniken im Schwarzwald und in Schleswig-Holstein sowie von Beratungsstellen in neun Städten entwickeln.
Der Ehrenvorsitzende Gerhard Wehr, dessen Ausführungen stehend applaudiert wurden, betonte, dass die Keimzelle der Eltern-Kind-Maßnahmen, ursprünglich Mutter-Kind-Kuren genannt, in der eigenen Einrichtung Todtnauberg lag, die heute als moderne Fachklinik Eltern und Kinder betreut.
In Grußworten sprachen sich Repräsentanten aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik sowie Vertreter von Krankenkassen und Banken anerkennend über die Arbeit des Deutschen Arbeitskreises aus. Dabei wurde spürbar, wie stark der Arbeitskreis bereits in der Gesellschaft verankert ist und wie wichtig auch dessen Arbeit bewertet wird.
Bürgermeister Wirbser von Altglashütten betonte die Bedeutung der Kliniken als Arbeitgeber und wichtige Partner bei der Entwicklung des Tourismus im Schwarzwald.
Das Grußwort des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der DAK, Claus Moldenhauer, überbrachte der baden-württembergische DAK-Landesgeschäftsführer Markus Sauer.
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand die Rede von Sozialministerin Monika Stolz, die den verhinderten Ministerpräsidenten Günther Oettinger vertrat. Monika Stolz würdigte die Leistungen des Arbeitskreises als beispielgebend, insbesondere betonte sie auch die Notwendigkeit von Mutter/Vater-Kind-Maßnahmen, die sich im Laufe der Jahre von reinen Erholungskuren zu wichtigen gesundheitlichen Maßnahmen, sowohl im präventiven, wie auch im Reha-Bereich entwickelt hätten, wie auch die Bundesregierung dies durch eine entsprechende gesetzliche Absicherung ausdrücklich gewährleistet. Stolz betonte weiter, dass seitens der baden–württembergischen Regierung alles unternommen werde, um die Familien als kleinste und wichtigste Zelle unserer Gesellschaft zu unterstützen und entsprechend den heutigen gesellschaftlichen Anforderungen auch die notwendigen Rahmenbedingungen zu verbessern und auszubauen seien.
Besondere Aufmerksamkeit erlangte der Fachvortrag von Dr. W. Geiges, ärztlicher Leiter der Klinik Glottertal, in dem insbesondere die notwendige Einbeziehung der gesamten Familie in den Gesundungsprozess einzelner Familienmitglieder heraus gestellt wurde. Die sich daraus ergebenden Betreuungsmodelle könnten aber oftmals aufgrund mangelnder Unterstützung durch die Kostenträger nicht realisiert werden. Hier bedarf es, so Geiges, eines Umdenkens zugunsten der Familie als Betreuungseinheit.
Die Feier wurde musikalisch von dem Elliot O. Quartett begleitet, dessen Akteure unlängst Sieger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ wurden.
In besonderer Weise wurden durch den Geschäftsführer und Vorsitzenden Klemens Wehr langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kliniken, Beratungsstellen und der Hauptgeschäftsstelle geehrt. Hannelore Molnar und Yvonne Burggraf wurden für ihren Einsatz über fast 40 Jahre mit der Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet.
22.06.08



