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40 Jahre Fachklinik Münstertal

Mit einem Festakt im Stubenhaus in der Innenstadt von Staufen begann das Jubiläumsfest.

Mit  einem Festakt im Stubenhaus, mitten im Herzen der historischen Altstadt von Staufen, begannen die Feierlichkeiten zum 40jährigen Bestehen der Klinik Münstertal. Nach den Begrüßungsworten des ärztlichen Leiters der Klinik. Dr. Constantin Gheorghe und des Verwaltungsleiters Friedbert Herb, der seine Begrüßung  mit einer „zauberhaften Einlage“ verband, übernahm der 1. Vorsitzende und Geschäftsführer, Klemens Wehr, das Wort. Im Rahmen seiner Begrüßung verlas er eine Grußbotschaft seines Vaters, des Ehrenvorsitzenden Gerhard Wehr, der vor fünfzig Jahren als maßgeblicher Initiator und  Mitbegründer des Deutschen Arbeitskreises für Familienhilfe e.V. die spätere Trägerschaft der Klinik Münstertal begründete.

 

Klemens Wehr verdeutlichte den Umfang des in den vierzig Jahren betreuten Patientenkreises durch die Klinik Münstertal mit dem Größenvergleich einer beginnenden Großstadt, denn über 100.000 Patienten fanden bislang Aufnahme in der Klinik Münstertal. Es waren Worte des Dankes, die Klemens Wehr auch besonders an die Mitarbeiter der Klinik richtete. Er erinnerte an die seinerzeitige Unterstützung, die der Arbeitskreis durch den damaligen Familienminister Wuermeling erfuhr, dessen Sohn dann auch vor vierzig Jahren Festredner anlässlich der Eröffnung der Klinik Münstertal war. Klemens Wehr kam aber nicht umhin, doch auch nachdenkliche Fragen an die Politik zu richten, wohin sich wohl der Zug im Gesundheitswesen bewegen möge.

 

In sehr ausführlichen und freundlichen Worten überbrachte Bürgermeisterstellvertreter Zimmermann die Glückwünsche der Stadt Staufen. Die Klinik als Wirtschaftsfaktor sei ein wichtiger und unverzichtbarer Partner der Stadt. Man habe über die ganzen Jahre in bester Harmonie zusammengearbeitet, und dies wünsche man auch für die nächsten Jahre, so der Stellvertreter des  Bürgermeisters.

 

In seinem Grußwort betonte der DAK - Landesgeschäftsführer Markus Saur, dass die Prävention und Rehabilitation trotz der strukturellen Veränderungen im Gesundheitswesen, wie auch innerhalb seiner Kasse, ihren grundsätzlichen Stellenwert behalten werden. Ein diesbezügliches Geschenk, wie etwa eine verbindliche Belegungszusage oder Zugeständnisse bezüglich der Pflegesätze, habe er allerdings nicht mitgebracht, räumte Markus Saur ein.

 

Rita Schwarzelühr – Sutter, die vormalige SPD – Bundestagsabgeordnete, ist keine Unbekannte mehr beim Deutschen Arbeitskreis für Familienhilfe e.V. Ihr Interesse und Engagement für Eltern – Kind – Maßnahmen hat sie in vielfältiger  Weise bewiesen, auch in ihrem Grußwort war dies zu spüren bzw. kam entsprechend zum Ausdruck.

 

Allgemein bedauert wurde die Abwesenheit des CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Weiss, hatte man sich doch Informationen aus erster Hand zu den Koalitionsvereinbarungen hinsichtlich der Gesundheitspolitik, insbesondere zur Zukunft der Vorsorge- und Rehamaßnahmen für Mutter/Vater-Kind erhofft.

 

Christiane Becker – Vierling und Michael Hagedorn, langjährige Mitarbeiter in der Klinik Münstertal ließen schließlich Ereignisse und Entwicklungen der Klinik  Revue passieren; begleitend von Bildern aus dem Alltag des Klinikbetriebes. Spürbar war das Engagement für diese Einrichtung und die Fürsorge für die teilweise schwer behinderten Patienten, welches stellvertretend für alle Mitarbeiter galt.

 

Den musikalischen bzw. den gesanglichen Rahmen dieses Festaktes bot der Frauenchor Vocanell, eine weibliche Gesangsgruppe welche weit über die Grenzen ihrer badischen Heimat  hinaus Bekanntheit  und Anerkennung erfahren hat.

 

Dr. med. Ludwig Janus, Psychotherapeut aus Heidelberg, hielt den Festvortrag zum Thema    „Frühe Wurzeln des Bindungsverhaltens in der Elternbeziehung“. Janus zeigte auf, dass das wahrgenommene Leben eines Menschen nicht erst mit der Geburt beginnt, sondern schon lange im Mutterleib seinen Anfang nimmt.

 

Und schließlich ging es zum gemütlichen Teil des Abend in die Klinik, wo sich Mitarbeiter und Besucher, nach einem opulenten Buffet, im Rahmen einer Weinprobe, zelebriert von der Winzergenossenschaft Staufen, von den hervorragenden Weinen der Region verwöhnen ließen.

 

 

In allen Beiträgen, insbesondere auch in den Ansprachen und Redebeiträgen des 1. Vorsitzenden Klemens Wehr, kam zum Ausdruck, dass der unbestrittene Erfolg eines vierzigjährigen Wirkens der Fachklinik Münstertal, mit eben auch dem Schwerpunkt der Betreuung behinderter Patienten, nur durch den herausragenden Einsatz  zahlreicher ehemaliger und jetziger MitarbeiterInnen möglich war.

So war es auch von der Geschäftsleitung gewollt, im Mittelpunkt der Feierlichkeiten standen die Mitarbeiter und der aufrichtige Dank für ihren Einsatz.

(H. Wörner)

01.12.09