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50 Jahre „Deutscher Arbeitskreis für Familienhilfe“

Gerhard Wehr

Von den Anfängen bis Heute – eine kurze Chronik der Geschichte des Vereins

1958

Gründung der Arbeitsgemeinschaft „Familienhilfe“ in Freiburg durch Gerhard Wehr mit der Zielsetzung sich der Ärmsten in unserer Gesellschaft anzunehmen. Das waren die Familien von Strafgefangenen, gefährdeten Kindern im Betreuungsbereich des Kinderschutzbundes und immer wieder Familien in wachsender Zahl in gesundheitlichen und finanziellen Notlagen. Die Hilfen zur Gesundheit standen neben pädagogischen Hilfen im Vordergrund der Bemühungen.

1961

Rechtsform der Arbeitsgemeinschaft „Familienhilfe“ als eingetragener, gemeinnütziger Verein, gleichzeitig Erwerb des Familienerholungsheimes Haus Tannenhof in Todtnauberg. (Festredner anlässlich der Eröffnung: Bundesfamilienminister Franz Josef Würmeling) .

Diese Einrichtung wurde damit zur Wiege der Mutter-Vater-Kind-Kuren in der Bundesrepublik Deutschland.

Weitere Erholungseinrichtungen und heutige Fachkliniken kamen hinzu.

1960 - 1962

Altenerholung – 1960 wurde die bundesweit erste „Altenerholungsmaßnahme“ organisiert. Mehr als einhundert Westberliner Familien, Opfer der Berlin-Blockade, fanden Aufnahme und Betreuung in den Schwarzwaldorten Simonswald und Ottoschwanden. Ebenso wurde den Opfern der Völklinger Grubenkatastrophe über einhundert Erholungsplätze zur Verfügung gestellt.

Das Thema „Aufwertung der Erziehungsarbeit in den Industriestaaten“ wurde Mittelpunkt der eigenen Öffentlichkeitsarbeit

1962

Mutter-Vater-Kind-Kuren
Als erste Institution in der Bundesrepublik Deutschland Beginn von Mutter-Vater-Kind-Kuren in eigenen Einrichtungen.

1964

Einrichtung der ersten Erziehungs- und Eheberatungsstelle in Freiburg.

1965

Besuch des Bundesfamilienministers Bruno Heck in Todtnauberg.

1982 – 1984

Aufbau eigener Sozialdienste bzw. Beratungsstellen als Antwort auf den beginnenden Abbau karitativer Beratungsstellen - und der zwingenden Notwendigkeit, qualifizierte Beratung und Hilfestellung anzubieten.

1988

Klemens Wehr wird zum Geschäftsführer des Vereins berufen.

1998

Ausrichtung des 1. Europäischen Kongresses für eine „Aufwertung der Erziehungsarbeit“ in der Frankfurter Paulskirche und im Römer.
Mit den Hauptrednern Ministerpräsidentin Heide Simonis, Ministerpräsident Kurt Biedenkopf und Präsident Monsieur Jean Paul Probst.

Der Deutsche Arbeitskreis für Familienhilfe e.V. unterstützt Bestrebungen, die eine Aufwertung der Erziehungsarbeit vorsehen und organisiert in diesem Zusammenhang Schriften, Kongresse und Familienprotesttage

1998

Komplettsanierung der Eltern-Kind-Fachklinik Schuppenhörnle in Feldberg-Falkau

2000

Ausrichtung des Kongresses in Straßburg mit dem Themenschwerpunkt  „Familie und Beruf“

Errichtung des dritten Kinderhauses in Bordelum

2001

Erweiterung der Betreuungsmöglichkeiten/Therapieräume in der Eltern-Kind-Fachklinik Eichhof in Simonswald

2002

Ausrichtung des Kongresses „Demographie und Wohlstand“ in Berlin unter nationaler und internationaler Beteiligung.

Klemens Wehr wird in Nachfolge seines Vaters, Herrn Gerhard Wehr von der Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden des Vereins gewählt

2003 - 2007

Bauliche und konzeptionelle Veränderungen als Reaktion auf das aktuelle Anforderungsprofil der Krankenkassen im Segment Eltern-Kind-Kliniken nach § 111a SGB V.

U. a. Um- und Ausbau der Eltern-Kind-Fachklinik Münstertal in Staufen zur Schwerpunktklinik für Familien mit behinderten Kindern.

Die gesetzlichen Krankenkassen als Hauptkostenträger von Mutter-Vater-Kind-Einrichtungen entwickeln ein bundesweites Anforderungsprofil für stationäre Vorsorge- und Rehabilitation für Mütter, Väter und Kinder. In diesem Anforderungsprofil werden entsprechende bauliche, personelle und prozessuale Standards einschließlich Qualitätssicherung definiert.

Zu den Grundanforderungen in baulicher Hinsicht gehört die Unterbringung einer Familie in 2-Raum-Wohneinheiten.

Bis Ende 2007 erfüllt der Deutsche Arbeitskreis für Familienhilfe e.V. diese bauliche Grundanforderung in allen seinen sechs Kliniken zu 100 % und kann somit 350 Familien zu einem guten Standard aufnehmen und mit interdisziplinär arbeitenden Teams versorgen.

Bis 2008

In den Jahren 2000 bis 2008 werden mit vielen Krankenkassen Direktbelegungsvereinbarungen getroffen, neben der Belegung durch eigene oder andere Beratungsstellen.