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Bestehende Strukturen stärken ist immer (!) billiger als zerschlagene neu aufzubauen

Besuch von MdB Bettina Hagedorn anlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten des Erweiterungsanbaus der Mutter-/Vater-Kind Fachklinik Seefrieden



Von li. nach re.: Matthias Halsch, Bettina Hagedorn, Benjamin Nickelsen

Im Gespräch mit der Geschäftsführung des Deutschen Arbeitskreises für Familienhilfe e. V., der Träger der Fachklinik sowie weiterer fünf Mutter-/Vater-Kind Fachkliniken in Deutschland formulierte Frau Hagedorn "Mutter-/Vater-Kind Fachkliniken sind aus meiner Sicht für unsere Gesellschaft systemrelevant. Wir dürfen sie  - ebenso wie die Rehakliniken und die gesamte soziale Infrastruktur - angesichts der Krise auf keinen Fall im Stich lassen". Verursacht einerseits durch explodierende Energiepreise und gestiegene Lebenshaltungskosten, andererseits durch die viel zu niedrigen und nicht inflationsangepassten Vergütungssätze der Krankenkassen sehen sich die Mutter-/Vater-Kind Fachkliniken finanziell mit dem Rücken an der Wand. Und das in einer Zeit, in der immer mehr Familien nach der schwierigen Corona-Phase mit Lock Down und Doppelbelastung durch Homeschooling dringend eine Kurmaßnahme bräuchten.

Bettina Hagedorn verwies mit Blick auf die Erfahrungen in der Corona-Pandemie, als die Bundesregierung mit den Wirtschaftshilfen auch die Reha-Einrichtungen und Mutter-/Vater-Kind-Kureinrichtungen finanziell unterstützt hätte, um deren Insolvenzen zu verhindern, dass es durchaus Erfahrungen mit gezielter Unterstützung in einer solchen Krise gäbe, die jetzt genutzt werden müssten. Die jetzige Krise sei in ihren Auswirkungen eher noch größer als die von 2020/2021 - insofern dürfe man in solch einer Situation nicht etwa ,sparen', sondern müsse alles tun, um diese Krise zu überwinden. Dass das aktuell mit der Einhaltung der Schuldenbremse zu vereinbaren sei, wage sie zu bezweifeln. Jetzt - später könnte es zu spät sein - müsse sich die Politik für Gesellschaft und Wirtschaft einsetzen und den Menschen Sicherheit geben, indem sie bestehende Strukturen wie die Mutter-/Vater-Kind Kliniken stärke und damit auch eine bedeutende Anzahl von hochqualifizierten Arbeitsplätzen erhalte. Allein schon in Dahme trägt die Klinik mit 80 ganzjährigen Arbeitsplätzen zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur bei. Frau Hagedorn versprach, das Anliegen der Mutter-/Vater-Kind Fachkliniken und der Rehakliniken mit nach Berlin zu nehmen.

Bei einem kurzen Rundgang durchs Gebäude zeigte sich Frau Hagedorn sehr angetan von der großzügigen, modernen Gestaltung des neuen Appartementgebäudes mit 25 neuen Familienappartements und der Photovoltaikanlage und bewunderte den Mut des Vereins hier investiert zu haben.