Die Freude ist riesig: Unsere Fachklinik Münstertal gehört zu den Projekten, die im Rahmen einer Soforthilfe von Herzenssache e. V., der Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank, unterstützt wurden. Dank der Förderung in Höhe von 5.000 Euro konnten wir ein wichtiges Hilfsmittel für Jugendliche mit Handicap anschaffen: einen modernen Stehständer.
Der Stehständer unterstützt Jugendliche, die nicht selbstständig stehen können, dabei, eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen. Diese hat zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit: Muskeln werden gekräftigt und gedehnt, die Entwicklung der Gelenke wird gefördert und Herz-Kreislauf-System, Durchblutung sowie Stoffwechsel werden angeregt.
Darüber hinaus eröffnet der aufrechte Stand eine neue Perspektive auf die Umgebung. Die veränderte Raumwahrnehmung stimuliert wichtige Gehirnregionen und unterstützt die Entwicklung. Auch die psychischen Effekte sind bedeutsam: Wenn Jugendliche auf Augenhöhe mit Gleichaltrigen kommunizieren können, werden ihr Selbstwertgefühl und ihr Zugehörigkeitsgefühl gestärkt.
Bei der Auswahl des Geräts legten wir besonderen Wert auf eine möglichst individuelle Anpassbarkeit. Der neue Stehständer bietet zahlreiche Unterstützungs- und Fixierungsmöglichkeiten für Kopf, Rumpf und Beine und kann optimal auf die Bedürfnisse der jeweiligen Patienten eingestellt werden. Besonders wertvoll ist die integrierte Aufsteh- beziehungsweise Kippfunktion. Ohne diese wären häufig bis zu drei Personen erforderlich, um einen Jugendlichen in die aufrechte Position zu bringen.
Neben dem Einsatz in der Physiotherapie wird der Stehständer täglich in den Betreuungsgruppen für das regelmäßige Stehtraining genutzt. Darüber freuen sich auch die Eltern, da ein wichtiger Teil des Trainings bereits während des Klinikalltags stattfinden kann.
Auf dem Foto testet unser Physiotherapie-Team den neuen Stehständer gleich selbst und kommt zu einem eindeutigen Urteil: ausgezeichnet bestanden!
Vielen Dank an Herzenssache e. V. für diese wertvolle Unterstützung unserer jungen Patientinnen und Patienten.